Annekatrin Puhle, Dr.phil. / PhD

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Buch: Lexikon der Geister

Das Lexikon der Geister

Annekatrin Puhle: Das Lexikon der Geister. Über 1000 Stichwörter aus Mythologie, Volksweisheit, Religion und Wissenschaft. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Adrian Parker.

München: Atmosphären (AT Verlag), 2004. 384 Seiten.  ISBN-10: 3865330118  / ISBN-13: 978-3865330116

Geister können jedem von uns begegnen, zu allen Tages- und Nachtzeiten, sie erscheinen in allen Ländern und seit ältesten Zeiten – sie sind international, interkulturell, zeitlos, allgemein. Doch das Erstaunliche ist: Wenn ein Geist oder etwas Geisterhaftes uns dann wirklich erscheint, bricht diese Erfahrung als ein überraschendes Neues in unser vertrautes, sicheres, eng abgegrenztes Leben ein. Der Grund: Viele Menschen erleben zwar einmal etwas wie eine Geistererscheinung, doch nur wenige erleben dies mehrmals.
“Das Lexikon der Geister” bringt uns die Welt der Geister näher und macht uns mit den unzähligen Varianten und Nuancen geisterhafter Erscheinungen und Wesen bekannt, die seit der Antike in der Kulturgeschichte eingefangen und erhalten sind. Es schlägt eine Brücke zu dem rationalen, technischen Weltbild, mit dem wir heute in den Industrieländern konfrontiert sind, und zeigt die Anfänge der Wissenschaft, dieser flüchtigen Phänomene habhaft zu werden.
Die Forschung auf diesem Gebiet steckt noch ganz in den Kinderschuhen, wenn man bedenkt, dass hundert Jahre internationaler Forschung zur Parapsychologie in der Größenordnung etwa zwei Monaten amerikanischer Psychologie entsprechen. Von allgemeiner Bedeutung sind dabei vor allem außersinnliche Wahrnehmung, außerkörperliche Erfahrungen und Nahtoderfahrungen, mit denen ein großer Prozentsatz der deutschsprachigen Bevölkerung bereits in Berührung gekommen ist.
Ein wahres Lexikon des Außergewöhnlichen: über ein Sujet, das es für viele gar nicht zu geben scheint:
2.000 Stichwörter zu geisterhaften Erscheinungen und Wesen
Alles über Poltergeister, Gespenster, Ahnen, weiße Frauen, Wiedergänger, Fabelwesen, Irrlichter und vieles mehr.
 
Italienische Ausgabe:
      Spirit
Il Libro degli Spiriti. Il mondo degli spirit nella mitologia e nella religione. Il punto di vista della scienza e della tradizione populare. Una ricerca aggiornata e con una ricca bibliografia. La studiosa illustra la natura degli spiriti, … With an Introduction about Spirits and Ghosts in Italy. Milano: Armenia Edizioni, 2005. Pagg. 413, EUR 20,90.

 

Rezension von Prof. Dr. Dr. Pater Andreas Resch

PUHLE, Annekatrin: Das Lexikon der Geis­ter: über 1000 Stichwörter aus Mytho­logie, Volksweisheit, Religion und Wis­senschaft. M. e. Geleitw. v. Adrian Parker. – München: Atmosphären Verlag, 2004. - 383 S., 111. sw u. farb., ISBN 3-86533­011-8, Geb., EUR 24.90

Dr. Annekatrin Puhle, die sich nach der Ausbildung in Anthropologie, Ethnologie und indoeuropäischen Sprachwissenschaf­ten Jahre hindurch mit den Grenzgebieten der Wissenschaft befasste und in diesem Zusammenhang auch bei mir am Lexikon fUr Paranormologie mitarbeitete, legt hier ein “Lexikon der Geister” vor. Dieses um­fasst, wie aus dem Untertitel zu ersehen, über 1000 Stichwörter aus Mythologie, Volksweisheit, Religion und Wissenschaft. Im Einzelnen kommen folgende Themen zur Sprache: Namen von Geistern, Men­schen, Tieren und Pflanzen, Wesen aus der Volkskunde und Mythologie; Namen von Geisterorten, Spukschlössem, Bergen, Höhlen, Gegenden; Namen von Autoren, Forschem und Institutionen im Bereich der Geisterkunde. Zudem werden Themen be­grifflich erfasst, die sich auf die Welt der Geister beziehen, wie Astralreisen, Außer­körperliche Erfahrungen und das Leben nach dem Tode.

Damit ist auch schon ausgesprochen, dass hier der Begriff der Geister sehr umfas­send ist und alles einschließt, was als Er­scheinungs- und Vorstellungsform eine intelligente Wesensstruktur aufweist, die nicht dinghaft gemacht werden kann. “Sie kommen aus dem Nichts und gehen ebenso überraschend wieder von uns.” (S. 17).

Diese völlig unüberschaubare Vielfalt der Geisterwelt gliedert Puhle in folgende Ein­heiten: Geister von Menschen wie Geister von Lebenden, von Sterbenden, von Ver­storbenen, von Unbekannten, Geistergrup­pen, schemenhafte Geister und fragmen­tarische Geister; Geister von Tieren wie Geister von lebenden Tieren, von sterben­den Tieren, von verstorbenen Tieren, von unbekannten Tieren, Geistertiere; Geister von Pflanzen (Baumgeister, Pflanzengeis­ter wie Alraune); Geister der Steine; Geis­ter der Elemente wie des Feuers, der Erde (unterirdische Geister, Berggeister), des Wassers (Fluss- und Quellgeister) und der

Luft; Geister im menschlichen Lebens- und Wohnbereich (Geister des Hauses) wie orts­gebundene Geister, personengebundene Geister, Familiengeister; Ge/al/ene Geister wie Geister aus niederen Sphären; Geister aus höheren Sphären wie Lichtgeister und Engel und Dämonen.

Diese Auflistung zeigt, dass Geister sowohl Angst als auch Schutz und Sicherheit her­vorrufen können. Dabei können sie sich in der ganzen Vielfalt des Lebensprozesses auswirken, und zwar selbst bei jenen, die an keine Geister glauben. Unsicherheit und undurchschaubare Gedanken, Gefühle und Begebenheiten können leicht die Vorstel­Iungen von unsichtbaren bis zu schemen­haften Wesenheiten annehmen, ohne dass man dabei schon an pathologische Halluzi­nationen zu denken hat.

Gerade diese Vielfalt von Erlebnissen, Begebenheiten, Vorstellungen und histo­rischen Berichten von “Geistern” ist es, die Puhle in diesem Lexikon einzufangen sucht. Es versteht sich von selbst, dass es bei einem solchen Lexikon nicht um Be­weise der Echtheit der einzelnen Themen gehen kann, sondern vielmehr um eine Beschreibung aktueller und historischer Berichte zum Thema “Geister” in der oben aufgezeigten Mannigfaltigkeit. So will die Autorin in diesem Lexikon “Altes und Neu­es, Erlebtes und Erforschtes, Anekdoten und empirisch Belegtes zusammenbringen und Aspekte aufzeigen, unter denen Geister unter die Lupe genommen werden können” (S. 13), wobei, völlig berechtigt, auf eine theologische und philosophische Diskussi­on der “Geister” verzichtet wird.

Die Beschreibung der einzelnen Themen beginnt mit dem Begriff Abaris und endet mit dem Begriff Zwergenkönige.

In der konkreten Darstellung der einzel­nen Begriffe bedient sich Puhle der er­zählenden Form, um den Lesefluss und die Verständlichkeit zu garantieren; trotz­dem legt sie aber im inhaltlichen Bereich Wert auf saubere Information und abge­wogenen Sachbezug. Die eingeflochtenen Literaturhinweise, die Literaturangaben am FuBe des jeweiligen Begriffs und im Anhang sowie die zahlreichen Ab­bildungen, zum Teil in Form von Farb­tafeln, geben dem Lexikon auch einen musischen Charakter, wie insgesamt durch die ganze Arbeit ein positiver Geist weht.

So darf man der Autorin für die ungeheu­re Arbeit und dem Verlag für die Gefällig­keit der Gestaltung dieses aufschlussrei­chen und seltenen Lexikons einen beson­deren Dank aussprechen.

Andreas Resch, lnnsbruck

Rezension von Titus Rivas in: Terugkeer

Annekatrin Puhle. Lexikon der Geister: Über 1000 Stichwörter aus Mythologie, Volksweisheit, Religion und Wissenschaft. München: Atmospharen Verlag, 2004. ISBN 3-86533-011-8.

Recensie: Titus Rivas

Dr. Annekatrin Puhle is een veelzijdige auteur en geleerde die afwisselend in Berlijn en Zweden woont en werkt. Ze studeerde antropologie, etnologie, en Indo-Europese taalkunde en promoveerde in de wijsbegeerte, en ze is werkzaam als hoogleraar filosofie en daarnaast ook nog als gezondheidsconsulent. Met deze rijke bagage verdiepte zij zich in alles wat met overleveringen en ervaringen rond geesten (Geister) te maken heeft. Ze is daarbij van mening dat de wetenschap slechts één van de begaanbare wegen tot de waarheid vormt en bepleit met name ook een intuïtieve benadering van het onderwerp. Dit treedt onder meer naar voren in de uitspraak dat de liefde ‘voor een concrete, onvervangbare overledene als het ware een brug slaat tussen deze wereld en het hiernamaals’ (blz. 329).

Vanuit deze uitgesproken houding schreef Puhle een gedegen lexicon met veel aandacht voor allerlei etnologische aspecten, zoals de mythologie en sprookjes rond aardgeesten en andere ‘elementalen’, wezens die bij een van de vier natuurlijke elementen horen. Veel behandelde woorden zijn daarbij typisch Duits zoals Kobold (een soort plaaggeest) en Gütchen (een huisgeest die geneigd is tot goede daden), en andere kunnen je op het verkeerde been zetten zoals Klabautermann (dat niet exact hetzelfde betekent als kabouter).

Toch kan men met Nederlands als moedertaal – zeker als er ook nog sprake is van enige basiskennis van het Duits – meestal prima uit de voeten met dit onderhoudende en rijk geïllustreerde woordenboek Van belang zijn ook haar bespreking van de interesse van Goethe in het thema en de manier waarop hij deze verwerkte in de Faust en andere geschriften, alsmede haar aandacht voor vroege rapportages van ervaringen met geestverschijningen en poltergeist. Heel opmerkelijk is bijvoorbeeld het gegeven dat de Griekse aartsvader van het westerse materialisme, Demokritos, in paranormale dromen geloofde.

Parapsychologisch gezien is het duidelijk dat de auteur instemt met geleerden die werkelijk aannemen dat er een geestelijk overleven na de dood is en dat sommige geesten dus ook echte overledenen zijn. Dit blijkt uit diverse lemma’s, o.a. over verschijningen en bijnadoodervaringen, waarin Puhle op een evenwichtige manier voor bepaalde typen gevallen de argumenten voor concurrerende theorieën verwerpt. Zoals het hoort, heeft ze ook verwijzingen naar het werk van o.a. Pim van Lommel en Michael Sabom in haar overzicht opgenomen. In het algemeen blijkt ze trouwens goed op de hoogte van de Nederlandse parapsychologie van bijvoorbeeld W.H.C. Tenhaeff en de paragnost Gerard Croiset.

Wat betreft reïncarnatie is het Zweedse hypnosegeval Jesper Bood waar zij zelf bij betrokken is geweest, zeer het vermelden waard. Ook andere, bij velen wellicht minder bekende, recente gevallen die wijzen op een leven na de dood, zoals dat rond de moord op Jacqueline Poole, evenals een ruime aandacht voor verschijningen en telepathie bij dieren, maken dit werk echt bijzonder. Lexikon der Geister is dan ook geen overbodig boek, maar biedt bijvoorbeeld een mooie en nuttige aanvulling op mijn eigen Encyclopedie van de Parapsychologie.

Deze recensie verscheen eerder in Terugkeer.

Rezension von Ziriah Voigt:

In: Schlangenbrut, 90 (2005), S.40-41. Vorhanden in der Universität Münster, Katholisch-Theologische Fakultät, Frauenliteratur: GA 6/40, Signatur: 7749.

Weit mehr als ein Geisterlexikon

Annekatrin Puhle, Das Lexikon der Geister. Über 1000 Stichwörter aus Mythologie, Volksweisheit, Religion und Wissenschaft, Atmosphären Verlag, München 2004, 384 S., 24,90 Euro.

Das aufwendig gestaltete Nachschlagewerk von Annekatrin Puhle ist weit mehr als ein Geisterlexikon. Neben den zu erwartenden Beschreibungen von Elfen, Engeln und Zwergen finde ich beim Blättern wichtige Stichwörter aus Mythologie, Esoterik und Religionswissenschaft. Von Artemis über Astralkörper bis zu Wahrsagesalbei und Wiedergänger – die an Grenzfragen interessierte Leserin wird immer wieder durch die Breite der Information und respektvolle Darstellung verblüfft. Gibt es nun Geister oder sind sie letztlich ein Produkt unsrer Fantasie? Die Autorin, promovierte Philosophin und ehemalige Mitarbeiterin am Freiburger Institut für Grenzwissenschaften, ist zu sehr Wissenschaftlerin, um diese Frage mit einem simplen Ja oder Nein zu beantworten. Unter „Geistertheorien“ findet die Leserin negierende und bejahende Erklärungsansätze sachlich nebeneinander gestellt. So hat sie die Möglichkeit, sich selbst ihr Urteil zu bilden. In der Einführung beschreibt Puhle die aktuell diskutierte String-Theorie, nach der ein Atom ein Mikrokosmos von schwingenden Fäden (strings), die durch je eigene Melodien bestimmt sind. Sie verweist darauf, dass ein physischer Körper nicht so fest ist, wie er scheint. Eine aus schwingenden Fäden bestehende Materie ist nach dieser Theorie von einem nebulös leuchtenden Geisterkörper nicht grundsätzlich verschieden.

Mit ihren sachlichen Informationen fordert Annekatrin Puhle angenehm heraus, eigene Vorstellungen von Geistern kritisch zu überprüfen. Sie ergänzt ihr Lexikon mit zahlreichen farbigen Abbildungen aus der Kunst und mit einigen spannenden Geisterfotos, die zwar keine Beweise für Geister sind, aber zum Teil bis heute ungeklärt geblieben sind. Da Buch schliesst mit einem umfangreichen Literaturverzeichnis und thematisch zusammengestellten Website-Adressen. Die Leserin hat also ausreichend Möglicheit, einem eventuell geweckten Geisterinteresse zur Dämmerstunde – einer idealen Geisterzeit – nachzugehen.

Ziriah Voigt

 

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